Die Motte

Fotos von der Motte.

Der Bau der Küntrop Motte als PDF.

Hier stand bis 1355 die alte Burg Gevern.
Die Fotomontage zeigt die Motte aus Herne auf dem historischen Platz . Erklärung zur Motte bei Wikipediamottemontage

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Quelle: Gräfliche Allianz Arnsberg Mark e.V. :

Die typischste Burgenform unserer Heimat kennt heute fast niemand mehr: die sogenannten “Motten”. Ein Holzturm auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel war im 13. Jahrhundert eine der häufigsten Burganlagen an Rhein und Ruhr. Eine solche Turmhügelburg wurde anlässlich der Ausstellung „AufRuhr 1225“ auf dem Außengelände des LWL-Museums für Archäologie in Herne in Originalgröße rekonstruiert. Über 25 Meter hoch und original eingerichtet war sie der Garant für ein Burgerlebnis der besonderen Art.

Nach Ablauf der Ausstellung Ende 2010 gelang es der Stadt Neuenrade, den Zuschlag für die weitere Verwendung der Motte zu bekommen, um dieser in der Nähe des historischen Burgplatzes Gevern einen dauerhaften Standplatz zu geben. Mittlerweile ist der Wiederaufbau auf dem Schützenplatz in Küntrop abgeschlossen und die Motte zu einem prägenden Bauwerk in Küntrop geworden.

Neben Blintrop, Freientrop und Berentrop war Gevern ein Haupthof der Grafen von Arnsberg mit zugehörigen Nebenhöfen und damit eine Art regionales Verwaltungszentrum. Solche Haupthöfe waren typisch durch Wall- / Grabenanlagen geschützt, deren Graben möglichst von einem nahe gelegenen Gewässer gefüllt wurden. Als Antwort auf die stärker werdende Position der Grafen von der Mark in und um Neuenrade ließ Graf Gottfried von Arnsberg sein an der Grafschaftsgrenze und regional bedeutsamen Wegen liegendes Haus Gevern im Jahr 1353 weiter befestigen. Allen Bemühungen zum Trotz zerstörte es Graf Engelbert von Mark zwei Jahre später. Über die Geverner Mark blieb die Erinnerung an diesen alten Haupthof noch Jahrhunderte erhalten. 1552 werden in Neuenrade von dem zerstörten Haus Gevern noch die Torkette von der Zugbrücke, ein Leuchter sowie ein Aquamanile in Form eines Löwen aufbewahrt, rund 20 Jahre später fanden dessen Steine beim Bau eines Kalkofens eine neue Verwendung. Heute weist eine Informationstafel auf den noch erhaltenen Platz mit seinem Wassergraben hin.

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